Stiftung Hannoversche Volksbank unterstützt AIDS-Beratungsstelle

6. Oktober 2015 aus dem Celler Kurier

Stiftung Hannoversche Volksbank unterstützt AIDS-Beratungsstelle

„Infoline Celle“ möchte Präventionsarbeit weiter ausbauen

CELLE (was). Am vergangenen Montag bekam die AIDS- Beratungsstelle „Infoline Celle“ einen Scheck in Höhe von 3.000 Euro von der Stiftung Hannoversche Volksbank überreicht. Das Geld soll die Präventionsarbeit weiter fördern.

„AIDS und HIV-Infektionen sind aus dem Blickwinkel der Öffentlichkeit verschwunden“, stellt Gisbert Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Hannoversche Volksbank, fest. „Die regionalen Aktionen der Infoline Celle sensibilisieren und wecken die Selbstverantwortung.“ Fuchs machte sich unter anderem mit Gerhard Schüring und Gerd Zeppei aus der Filialdirektion der Volksbank Celle vor Ort in der Beratungsstelle, Hannoversche Heerstraße 12, ein Bild von der Arbeit. Sie brachten einen Scheck über 3.000 Euro mit.
Mit dabei auch Imke Schmieta, Geschäftsführerin der Niedersächsischen AIDS-Hilfe als Trägerverein der Infoline: „Allein aus kommunalen Fördermitteln lässt sich die Betreuungs- und Präventionsarbeit der Infoline nicht finanzieren, die Förderung der Stiftung Hannoversche Volksbank hilft uns sehr.“
Ulrich Mennecke, Diplom-Pädagoge und Leiter der Beratungsstelle mahnt: „AIDS hat nichts an seiner Brisanz verloren. Aber das Interesse der Leute hat nachgelassen.“ Im Vorjahr gab es in Deutschland etwa 3.500 HIV-Neuinfektionen, davon der Großteil in der Altersgruppe zwischen 30 und 45 Jahren - und das trotz des hohen Informationsflusses der Gegenwart, erzählt Mennecke. Zwar sei heute dank moderner Medizin und Medikamenten viele Fortschritte erzielt worden, aber das Märchen von einem Wundermittel entspreche leider nicht der Realität. Deshalb bliebe Prävention die wichtigste Aufgabe. Entscheidend für eine gute Prävention sei die Motivation und nicht allein die Zurverfügungstellung von Verhütungsmitteln, so Mennecke. „Wir müssen auf die Menschen zugehen“. Mit Aktionen wie „Kondome verteilen“ auf der Schlossberg-Fete oder durch aufklärende Schulprojekte sollen sich besonders Jugendliche früh mit dem Thema auseinandersetzen. Deshalb begrüßt Mennecke auch gerade junge Leute, die sich engagieren wollen.
Jeder, der die Arbeit der Infoline Celle unterstützen oder selbst die Beratungsstelle in Anspruch nehmen möchte, kann sich direkt bei Ulrich Mennecke unter Telefon 0177/ 3947472 oder per Mail an info@celle-aidshilfe.de melden.

(Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlag Lokalpresse GmbH - Celler Kurier)